Zwei Schriftstellerkollegen lassen ihre Erinnerungen an den großen Literaten aufleben: Kerstin Hensel und Wolfgang Hilbig hatten viele Berührungspunkte, zu denen Moderator Michael Hametner die Lyrikerin und Romanautorin befragt. Peter Gosse erhielt 2016 große Aufmerksamkeit für ein Gedicht über "Hilbig drüben in der Altlindenauer Bröckel-Bude", das die Atmosphäre in den 1980er-Jahren einfängt. Hensel und Gosse lesen eigene Texte über Wolfgang Hilbig und Texte von ihm.
Aktuelles
Die germanistische Forschung thematisiert im Juli im Literaturarchiv Marbach den "Systemwechsel, literarisch. Ost- und Westdeutschland 1989 im internationalen Vergleich" aus ideengeschichtlicher Sicht an Fallstudien u. a. zu Uwe Johnson, Hans-Magnus Enzensberger, Helga M. Novak, Volker Braun oder Christoph Hein. Am 4. Juli referiert Hiroshi Yamamoto über die Unterwelt-Darstellung bei Wolfgang Hilbig und Günter Grass.
Wolfgang Hilbigs "Provisorium" hat in punkto Übersetzungen soeben seinen Roman "Ich" eingeholt. Unter dem Titel "Provisoriet", übersetzt und mit einem Nachwort von Ludvig Berggren, ist es im Frühjahr in Stockholm erschienen und wird am 13. Juni von Leif Andrée in der Independent- und Verlagsbuchhandlung Hansson & Bruce vorgestellt. Andrée ist Fernseh- und Theaterschauspieler und ehemaliger Schlagzeuger der Punkband Pizzoar.
Mit ihrem Wolfgang-Hilbig-Programm "Monolog aus einigen Tagen meines Lebens" ist die Schauspielerin diesmal auf Burg Ranis in Thüringen zu Gast. Am 9. Juni um 20 Uhr wird sie in der szenisch-musikalischen Lesung gemeinsam mit Catherine Stoyan und dem Musiker Felix Kroll am Akkordeon Prosatexte und Gedichte Wolfgang Hilbigs interpretieren. Zuletzt gastierte Harfouch damit in Dresden, Berlin, Hannover und Lübeck.