Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.

Dieser literarisch-musikalische Theaterabend am 3. Dezember 2020 mit Corinna Harfouch und Alexander Scheer steht unter einem Motto, das von Wolfgang Hilbig stammt: Vielleicht wird uns eines Tages die Erkenntnis kommen, dass erst jener Beitritt zur Bundesrepublik uns zu den DDR-Bürgern hat werden lassen, die wir nie gewesen sind, jedenfalls nicht, solange wir dazu gezwungen waren. Erinnert wird an die Demonstration in Berlin vom 4. November 1989.

Wie aktuell Hilbig mit seinen unabhängig-kritischen Aussagen ist - wie hier aus der Dankrede zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen im Januar 1997 -, wird zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls derzeit häufig sichtbar. So auch, wenn das Deutsche Theater an die Demonstration erinnert, bei der  Christa Wolf, Stephan Heym, Christoph Hein und andere sich für Erneuerungen in ihrem Land aussprachen.

Mit Texten von DDR-Autoren und einigen Songs von Gerhard Gundermann rufen Corinna Harfouch und Alexander Scheer die bewegten Zeiten des Umbruchs ins Gedächtnis, die Hoffnungen und Enttäuschungen, die bis in die Gegenwart hineinwirken.

3. Dezember 2019, 20.00 Uhr, Deutsches Theater Berlin - hier mehr