Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.

1979 kam Wolfgang Hilbigs Debüt "abwesenheit", vermittelt von Rundfunkredakteur Karl Corino, beim westdeutschen Verlag S. Fischer heraus. 40 Jahre später fällt die Zeitlosigkeit der Poetik in (nicht nur) diesem Gedichtband auf, dessen Aussagen beim Blick auf das derzeitige gesellschaftliche Klima aktuell erscheinen. Darüber diskutieren am 18. Oktober 2019 in der Kinobar "Prager Frühling" in Leipzig Dr. Karl Corino und die Schriftstellerin Katja Lange-Müller mit Moderator Wilhelm Bartsch.

Durch seinen Mentor Karl Corino erhielt Wolfgang Hilbig 1983 seinen ersten von insgesamt 18 Literaturpreisen, den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau. Auch Wilhelm Bartsch wurde in den 1980er-Jahren mit dem Brüder-Grimm-Preis ausgezeichnet, Katja Lange-Müller gewann wie Hilbig den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Den zweigeteilten deutschen Literaturbetrieb und die damit verbundene Überwachung des DDR-Staats erlebten sie alle: Corino im Westen, Hilbig, Bartsch und Lange-Müller im Osten. Im Rahmen der Leipziger Veranstaltungswochen "30 Jahre Friedliche Revolution" treffen sie sich zu einer Gesprächsrunde über poetische und politische Prämissen der Jahre 1979, 1989 und 2019. Frieder W. Bergner begleitet mit seiner Musik. Auch Wolfgang Hilbig wird dabei sein - auf der Kinoleinwand, in einem 1984 gedrehten Fernsehinterview.

Die Kinobar "Prager Frühling" zeigt im Rahmen des Nachdenkens über die Friedliche Revolution fünf Dokumentarfilme  zum Thema "MigrantInnen in der DDR", am 18. Oktober, um 16.30 Uhr den Film "Omulaule".

 

"40 Jahre abwesenheit" - Soirèe

18. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Kinobar "Prager Frühling"
Bernhard-Göring-Straße 152 (Haus der Demokratie)
04277 Leipzig

Eintritt: 7,- / 4,- Euro (Mitglieder der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V. frei)

Kartenreservierung über Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft:
0341 357 20 25 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hier weiterlesen:
"Abwesenheit" - Rezension in DIE ZEIT Nr. 43/1981

 

Gefördert von der Stadt Leipzig und der Kinobar Prager Frühling