Der Brief, Frühjahr 2019

 

   

 

Der Brief

Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e. V.

 Frühjahr 2019

 
 
 
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Hrsg. von Michael Opitz, Mitarb. Elke Hüge, gefördert von der Stiftung S. Fischer

 

Sehr geehrte Leser, liebe Freunde,

der Gedenkstein für Wolfgang Hilbig in Meuselwitz, gestaltet vom Hallenser Künstler Carsten Theumer, wird am 2. Juni 2019 feierlich enthüllt. Den Förderern dieses Projektes danken wir sehr. Einige Tage zuvor gibt es auch schon ein ganz besonderes Ereignis: Der Band "Wolfgang Hilbig: Sphinx" feiert in Leipzig Premiere. Michael Opitz, der die nachgelassenen Texte Hilbigs edierte, stellt sie im Gespräch mit dem Schriftsteller Clemens Meyer vor. Wir laden Sie zu beiden Veranstaltungen recht herzlich ein.

Mit den besten Grüßen

Katrin Ernst


 

Wolfgang Hilbig: Sphinx

In der Leipziger Edition Wörtersee wird in Kürze ein kleines Juwel erscheinen: Ein Band bislang unbekannter Texte Wolfgang Hilbigs, benannt nach der enthaltenen phantastischen Erzählung "Sphinx". Das Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Connewitzer Verlagsbuchhandlung und der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft. Der Herausgeber Michael Opitz und der Schriftsteller Clemens Meyer, beide Mitglieder der Gesellschaft, stellen es am 28. Mai 2019, um 19.30 Uhr, im Kesselhaus Leipzig vor.

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Enthüllung des Gedenksteins 

Am 2. Juni 2019, um 15.00 Uhr, wird in der Meuselwitzer Rudolf-Breitscheid-Straße der Gedenkstein für Wolfgang Hilbig feierlich enthüllt. Der Findling aus dem Braunkohle-tagebau wird neben einem kurzen Informationstext ein Porträtrelief des Dichters und ein Zitat aus dessen Arbeitsnotizen zu "prosa meiner heimatstraße" tragen. Die Festrede hält der Schriftsteller Wilhelm Bartsch. Er ist unter anderem der Verfasser des Nachwortes zum 2020 erscheinenden Werkeband 7 "Essays ..." von Wolfgang Hilbig.

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Die Spur der Kohle in der Literatur

... führt durch Europa, Deutschland und nach Meuselwitz: Mitte der 50er-Jahre saß der 1941 geborene Wolfgang Hilbig auf den Straßen seiner Heimatstadt ... im Leipziger Braunkohle-Tagebaugebiet. Die Straßen waren noch ungepflastert. Der einst helle Sand "hatte sich durch Kohlenstaub und Asche bis ins Mark verfinstert". Hilbigs Jugend ereignete sich zwischen ausgebombten Häusern, Staub und Schlamm in einer seltsam düsteren, aufregenden Abenteuerlandschaft. - Jörg Magenaus Radio-Feature nimmt die Literatur zur Kohle in den Blick, dem Dichter aus Meuselwitz viel Raum gebend.

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Erinnern 2019

Vernichtung und Verschwinden durchziehen Wolfgang Hilbigs Werk. In seinen Tage-büchern rekapituliert er die Massenerschießungen an Juden am Tag seiner Geburt, der Roman "Die Weiber" setzt ähnliche Geschehnisse vors innere Auge des Betrachters. Hilbig verknüpft mit Erinnerung an Familie und Heimat eine weit zurückreichende Schuld, die ihn und seine Figuren nicht loslässt. Was machen wir heute daraus? Wilhelm Bartsch hat anlässlich seiner Arbeiten zu Hilbig ein gesellschaftspolitisches Projekt initiiert, das ihn  nach Auschwitz führte.

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Veranstaltungen

Im 40. Jahr des Lyrikbands "abwesenheit" (1979) thematisiert die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft dessen Hintergründe und Wirkungen auf vielfältige Weise, fragt nach der literarischen Groteske, dem Schreiben im geteilten und wiedervereinigten Deutschland und Karl Corinos Verständnis von "Abwesenheit als Beiseitesteh'n im Gleichschritt der Parolen". Zudem zeigt das Leipziger Tanztheater (LTT) eine Choreografie - "Essenz" -, die die Wahrnehmungen Wolfgang Hilbigs von "Abwesendem" aufgenommen hat.

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Für Wolfgang Hilbig

... etwas tun - das können Sie als Mitglied der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft: Sie zahlen einen Jahresbeitrag zwischen 12 und 80 Euro ein, der für Projekte verwendet wird, die die gesellschaftliche Wahrnehmung des Werkes von Wolfgang Hilbig befördern. Die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft hat derzeit 54 Mitglieder in Deutschland, Frankreich, Polen und den USA. Sie wirken an Projekten mit oder unterstützen still, mit ihrem "Bekenntnis" und Jahresbeitrag.

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www.wolfgang-hilbig.de | Kontakt | Der Brief, Ausgabe 2 2019 © Foto: CVB, P. Hinke Redaktion K. Ernst

Gefördert von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der S. Fischer Stiftung und den Städten Leipzig und Meuselwitz

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