Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.

Bis heute umgibt den 1941 in Meuselwitz geborenen, vor zehn Jahren gestorbenen Dichter Wolfgang Hilbig eine Aura des Rätsels. Hineingeboren in eine Umgebung aus Sprachlosigkeit, galt er spätestens seit seinem Roman »›Ich‹« als einer der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur – und blieb doch ihr geheimnisvollster Außenseiter. Hilbig, der jahrelang als Heizer arbeitete, war in der DDR gezwungen, eine Doppelexistenz zu führen.

Für diese erste große Biographie hat der Literaturwissenschaftler Michael Opitz unbekannte Archivmaterialien und nie veröffentlichte Briefe und Tagebücher gesichtet sowie die Akten ausgewertet, die die Staatssicherheit der DDR über den »feindlich-negativen« Autor angelegt hat. Behutsam und einfühlsam zeichnet er den Weg eines faszinierenden Schriftstellers, der erst im Schreiben zu seinem wahren Leben fand.

Jetzt stellt Michael Opitz sein Buch, das seit Erscheinen ein enormes Medienecho fand, in Wolfgang Hilbigs Heimatstadt vor. Die Stadt Meuselwitz, in der der Schriftsteller mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte, ist in zahlreiche seiner Werke eingeschrieben. Da Werke Hilbigs in über 15 Sprachen übertragen worden sind und im Ausland viel Beachtung erfahren, ist Meuselwitz auch auf der Karte der Weltliteratur eine feste Größe geworden.

Im Rahmen der Aktionswoche "Thüringen liest" hat die Stadt Meuselwitz mit Biograph Michael Opitz einen Autor eingeladen, der über Leben und Werk ihres berühmten Sohnes Wolfgang Hilbig geschrieben hat und facettenreich erzählen kann.

 

Zeit:        19. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Eintritt 5 Euro

Ort:         Orangerie Meuselwitz, Von-Seckendorff-Park

 

Mehr über das Buch finden Sie hier.

Mehr über den Autor Michael Opitz finden Sie hier.

Hier finden Sie einige Informationen zum Veranstaltungsort.

 

Veranstaltung der Stadt Meuselwitz, der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e. V., des Thüringer Bilbiotheksverbandes und des Thüringer Literaturrats